Höhenrausch in den Anden:
Aconcagua und Ojos del Salado in nur fünf Tagen
Der Tiroler Alpinist Andreas Aschaber hat im Februar in nur fünf Tagen zwei der größten Gipfel Südamerikas bezwungen: den Aconcagua (6.961 m) in Argentinien und den Nevado Ojos del Salado (6.893 m) in Chile. Damit setzt er seine Jagd nach den 197 höchsten Landesgipfeln der Welt fort.
Grenzerfahrung mit Wetterglück
Der Aconcagua, der höchste Berg außerhalb Asiens und zugleich höchster Punkt der Süd- und Westhalbkugel, gilt trotz seiner technisch vergleichsweise einfachen Normalroute als ernsthafte Herausforderung im Höhenbergsteigen. Extreme Wetterbedingungen mit Sturmböen von bis zu 80 km/h sowie Temperaturen bis –40 °C verlangten Aschaber und seinen Bergkameraden alles ab. Der Gipfelerfolg gemeinsam mit Roberto Catala gelang ihm am 14. Februar 2026 schließlich durch ein kurzes Wetterfenster, das einen großen Beitrag zu seinem Gipfelglück leistete. „Durch meinen ungeplant verspäteten Aufstieg hat sich letztlich der Wind auf 40 km/h verringert und mir im Gegensatz zu einigen Umkehrern den Erfolg ermöglicht“, schildert Andreas Aschaber dankbar.
Große Herausforderung in kürzester Zeit
Nur wenige Tage später, am 19. Februar, stand Aschaber bereits auf dem Gipfel des Nevado Ojos del Salado, dem höchsten Vulkan der Erde und zweithöchsten Berg Amerikas – und das in Eigenregie und ganz ohne Bergführer. Der Ojos del Salado liegt in der Atacama-Wüste, einer der trockensten Regionen der Welt. Die Expedition führt durch eine karge Hochgebirgslandschaft mit starkem Wind, trockener Luft und großer Abgeschiedenheit. Die größte Herausforderung war der extrem kurze Zeitraum zwischen den beiden Besteigungen. Nur dreieinhalb Tage benötigte Andreas Aschaber für die Anreise zum Ojos del Salado mit größtenteils öffentlichen Verkehrsmitteln. Aber: „Reisezeit ist keine Rastzeit“, resümiert der Highpointer. „Diese beiden Besteigungen binnen weniger Tage haben mir so einiges abverlangt. Unglaublich dankbar bin ich für die großartige Unterstützung von ‚Lanko Altas Montañas‘ und ‚Mira como lo hago‘ sowie ‚Andes de Atacama‘, ohne die die Besteigungen so nicht möglich gewesen wären.“
Die beiden Gipfel vereinen zwei extreme Bergwelten: den monumentalen Massivberg Aconcagua und den höchsten Vulkan der Erde in der kargen Atacama-Wüste. Mit diesen ikonischen Besteigungen demonstriert der Tiroler Highpointer erneut seine Vielseitigkeit, Ausdauer und Leidenschaft für das Höhenbergsteigen. Bisher hat er 142 der 197 höchsten Landesgipfel der Welt erklommen – und die Jagd geht weiter.
Vielen herzlichen Dank für die wertvolle Unterstützung bei der Besteigung dieser beiden Gipfel:
Vor der Traverse des Aconcagua kämpfte Andreas Aschaber gegen den starken Wind mit bis zu 80 km/h





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