Tiroler Alpinist erklimmt neu identifizierten höchsten Gipfel Guyanas
Der Tiroler Bergsteiger Andreas Aschaber ist seit Jahren weltweit unterwegs, um die höchsten Gipfel aller 197 Länder zu besteigen. Ein besonderer Meilenstein gelang ihm nun mit der Besteigung des erst kürzlich als höchster Berg Guyanas identifizierten Dragon Mountain am Roraima – ein Erfolg, der in nächster Zeit wohl nur wenige Nachahmer finden wird.
Als erster Österreicher auf dem höchsten Gipfel Guyanas
Aschaber hat sich für seine Freizeit ein außergewöhnliches Ziel gesetzt: Als erster Mensch möchte er die höchsten Erhebungen aller 197 Länder der Welt erklimmen. Ende des Jahres machte er sich dafür auf den Weg nach Guyana. Lange Zeit galt der sogenannte Tripel Point im Dreiländereck Guyana–Brasilien–Venezuela als höchste Erhebung des Landes. Neuere Erkundungen zeigten jedoch, dass der Dragon Mountain mit 2.839 Metern diese Position einnimmt.
Im Dezember erreichte Andreas Aschaber gemeinsam mit einer Bergkameradin den Gipfel und verbuchte damit bereits Gipfel Nummer 140 seines weltumspannenden Projekts. Nach nur wenigen internationalen Bergsteigern ist er der erste Österreicher, dem diese Besteigung gelang. Eine Wiederholung durch andere Alpinisten dürfte vorerst ausbleiben: Der Aufstieg führt über Venezuela – ein Land, das aufgrund der prekären Sicherheitslage derzeit faktisch nicht bereist werden kann.
Mitschnitt Interview – U1 Radio vom 27. Jänner 2026
Mehr als Gipfeljagd: nachhaltig, selbstfinanziert und mit Weitblick
Besonders hervorzuheben ist Aschabers ganzheitlicher Ansatz. Der gebürtige Kirchberger springt nicht von Gipfel zu Gipfel, sondern legt großen Wert darauf, Länder, Kulturen und Menschen intensiv kennenzulernen. Zudem verfolgt er eine nachhaltige Herangehensweise und finanziert sämtliche Expeditionen aus eigener Tasche.
Noch 57 Gipfel trennen ihn von seinem Ziel. Darunter befinden sich einige der anspruchsvollsten Berge der Welt – etwa der Mount Everest, der Aconcagua sowie vier der fünf sogenannten Schneeleoparden-Gipfel, deren Besteigung mit einem eigenen Alpinorden ausgezeichnet wird. Um diese kostenintensiven Unternehmungen zu realisieren, hält Andreas Aschaber Vorträge über seine Expeditionen und sucht gezielt nach Sponsoren, die dieses außergewöhnliche und prestigeträchtige Projekt begleiten möchten.





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